Ein Plattbodenschiff wurde hauptsächlich für das Wattenmeer gebaut. Es zeichnet sich durch einen extrem flachen Rumpf und dadurch geringen Tiefgang aus. Ein solches Schiff kann ohne Probleme im Watt trocken fallen (d.h. bei Ebbe bewußt auf Grund aufsetzen).
Ein wesentliches Merkmal der Schiffskategorie sind Seitenschwerter, die anstelle des sonst üblichen Zentralschwerts (Kiel) das Abdriften des Schiffes durch Wind und Strömung verhindern sollen. Sie können bei Bedarf ins Wasser gelassen werden.
Aber ein Plattbodenboot ist nicht gleich ein Plattbodenboot. Es gibt sie in vielen verschiedenen Schiffstypen, die in unserer Kategorie Bootskunde aufgeführt näher erklärt werden. Doch auch dort: nicht jede Schiffsart gibt es als Plattbodenschiff!
Die teilweise über 100 Jahre alten Boote wurden früher als Frachtschiffe oder Fischerboote eingesetzt. Heutzutage werden die historischen Plattbodenboote im Charter-Betrieb genutzt. Sie setzen sich zur holländischen "Braunen Flotte" zusammen - über 350 nostalgische Schiffe, mit denen man das Ijsselmeer und/oder das Wattenmeer besegeln kann.